Konfitüren-Kekse

Heute habe ich mal ein paar Kekse nachgebacken, und zwar die im Teatime-Blog erwähnten Thumbnail-Cookies. Ich habe allerdings die Menge verdoppelt, denn wenn ich schon mal Kekse backe, soll sich das auch lohnen, und noch etwas Zitrone und Vanille hinzugefügt. Mein Rezept sah dann so aus:

200 gr. Butter
100 gr. Vanillezucker
400 gr. Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
Mark einer Vanilleschote
Schale einer kleinen Zitrone
Kakaopulver
Konfitüre
Rum

Da ich noch Reste der Holunderbeeren-Zwetschen-Apfel-Konfitüre hatte, habe ich diese verwendet.

Kalte Butter, Zucker, Mehl, Backpulver, Eier, Vanillesamen und Zitronenschale zu einem Teig kneten. Am besten per Hand und schnell arbeiten, damit sich der Teig relativ problemlos verarbeiten läßt und nicht zu sehr an Händen und Unterlage kleben bleibt. Einen Teil des Teiges mit Kakaopulver vermischen. Da der Teig bei mir schon etwas warm geworden war, hatte ich auf eine gleichmäßige Durchmischung verzichtet und hatte dann mehr einen Marmoreffekt erhalten. Das sieht aber auch ganz nett aus, wie ich finde.
Den Teig zu Würsten formen und in Frischhaltefolie rund eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Konfitüre mit dem Rum vermischen. Das erspart das Aufkochen und man erhält trotzdem eine etwas flüssigere Form der Konfitüre, die sich recht gut in die Keksmulden füllen läßt.
Den kalten Teig in gleichgroße Scheiben schneiden, diese zu Kugeln formen, etwas plattdrücken und aufs Backblech setzen. In die Mitte mit dem Daumen eine Mulde drücken, in die man die Konfitüre füllt.
Ich habe meine Kekse bei 190°C im nicht vorgeheizten Backofen rund 30 Minuten gebacken, deshalb sind die wohl auch etwas dunkler als im Teatime-Blog und sind beim Backen etwas in die Breite gegangen. Macht aber nichts, ich mag meine Kekse gern etwas dunkler und außerdem habe ich bei allen Sachen mit Eiern diese Salmonellenphobie und erhitze diese immer etwas länger als wohl nötig wäre.

Dinkel-Zwieback

Nachdem ich mir neulich im Biosupermarkt mal Dinkel-Zwieback gekauft hatte und den im Vergleich zu normalen Weizen-Zwieback sehr lecker fand, dachte ich mir, das kann man doch auch selbst backen. Stimmt, kann man.

Aber ich sollte noch ein wenig mit der Rezeptur experimentieren. Mein erster selbstgebackener Dinkel-Zwieback ist mir dann doch ein klein wenig zu sehr Vollkorn, ein klein wenig zu fetthaltig und das mit den gleichmäßigen Scheiben muß ich auch noch ein wenig üben. Aber das sind insgesamt keine allzu großen Hürden.

Hier das Rezept für den auf den Bildern gezeigten Zwieback:

400g Dinkel-Vollkornmehl
100g Weizenmehl Type 550
250ml Milch
60g Butter
20g Rapsöl
1 Handvoll Sonnenblumenkerne, Kümmel- und Fenchelsamen nach Geschmack (alles zerkleinert)
1/2 Packung frische Hefe
etwas Zucker
eine Messerspitze Salz

Die Zutaten zu einen glatten Teig verkneten, gehen lassen. Den Teig zu einer länglichen Wurst formen.
Eine Kastenbackform mit Backpapier auslegen (alternativ kann man die auch einfetten, mit Backpapier kann man das Einback-Brot aber garantiert problemlos aus der Form entfernen) und die Teigmasse in der Kastenform gleichmäßig verteilen. Den Teig im kurz auf niedrigster Stufe angeheizten Backofen erneut gehen lassen bis der Teig aus der Form quillt. Dann je nach Backofen bei 180-200°C backen. Ich hatte das Brot nach einiger Zeit von der mittleren auf die unterste Stufe verfrachtet, damit es oben nicht zu sehr bräunt. Da man aus dem Einback-Brot Zwieback herstellt, reicht es, wenn das Brot durchgegart ist. Es muß nicht großartig bräunen.
Das Brot kurz abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Gitter weiter abkühlen lassen.

Wenn das Brot erkaltet ist, in (möglichst) gleichmäßig Scheiben schneiden. Das ist mir nicht so ganz gelungen. Es kann aber auch damit zusammenhängen, daß das Brot noch etwas Restwärme in sich hatte.
Die Scheiben im Backofen bei rund 140°C antrocknen lassen. Dann die Temperatur erhöhen und die Scheiben richtig schön bräunen. Auskühlen lassen und fertig ist der knusprige Zwieback.
Das zweifach Backen ist natürlich etwas aufwendig, dafür hat Zwieback den Vorteil, daß er sich sehr lange hält. Und angesichts der Preise für guten Zwieback lohnt es sich, mit dem obigen Rezept zu experimentieren. Ich werde nächstes Mal wohl Dinkel-Auszugsmehl nehmen oder mehr Weizenmehl 550 und weniger Fett.


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  • Bromatologe: Die Menschheit will nun mal betrogen werden, Herr 3967. Und solange sich jemand findet, der diese...
  • 3967: umschmelzen? das ist ja richtig Gangsta-mäßig ;-) oder auch umweltfreundliches Recyling... falls die Schokolade...
  • yiannis: Eine abbildung ist tausend bissen wert. Schokolade träume für überhaupt.
  • Bromatologe: Tut mir leid, Herr Willi, aber eine Website, die per 100%-Frame über vegas-webspace.com läuft, läuft bei...
  • BackWilli: Der BackWilli meint u.a. zu FLADENBROT : Experimentieren lohnt sich !!! Seid mal kreativ ... es gibt eine...

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