Birnen-Schoko-Nuss-Joghurt-Eis mit Rum und Tonkabohnen

Reife Birnen mag ich eigentlich viel lieber als Äpfel. Sie sind weniger säuerlich als Äpfel und aufgrund der der weicheren Konsistenz ist das Mundgefühl auch viel angenehmer. Die Birne (Pyrus) gehört wie auch Apfel, Pfaume, Pfirsich oder Mandel zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine klimakterische Frucht, das heißt, sie reift nach der Ernte nach. Wie beim Apfel ist die Fruchtform der Birne eine Sammelbalgfrucht.

Mit einer Eismaschine ist ein Birneneis schnell hergestellt. Für eine überschaubare Eisportion habe ich vier kleine Birnen der Sorte Clapps Liebling geschält und zusammen mit Zitronensaft, Naturjoghurt (1,5% Fett) sowie Schoko-Nuß-Aufstrich mit 45% Haselnuß püriert. Die Zugabe von Joghurt und Aufstrichmasse erfolgte mehr intuitiv, so daß ich keine konkrete Mengenangabe machen kann. Auf die Zuckerzugabe habe ich diesmal verzichtet, da neben dem fruchteigenen Zucker der Schoko-Nuß-Aufstrich einiges an Rohrohrzucker beisteuert. Außerdem enthält auch der Rum, den ich großzügig zur Birnen-Johurt-Schoko-Nuß-Masse dazu gab, Zucker. Eine weitere Birne habe ich in sehr kleine Stücke geschnitten und dann dazugetan.

Anschließend habe ich circa eine halbe Tonkabohne (Dipteryx odorata) in die Masse gerieben. Tonkabohnen sind wegen ihres Gehalts an glykosidisch gebundenem Cumarin (das sich z.B. auch im Waldmeister findet) nicht als Lebensmittel in Deutschland verkehrsfähig. Man bekommt Tonkabohnen deshalb nur als Dekoware, für Räuchersessions oder ähnlichen Hokuspokus. Wer es zu riskant findet, sich potentiell cancerogenes Cumarin einzuverleiben, sollte die Tonkabohnen einfach weglassen. Wer aber gern mal ungewöhnlichere Gewürze ausprobiert, der sollte sich demnächst Tonkabohnen kaufen, denn diese riechen wirklich sehr intensiv und angenehm irgendwo zwischen Waldmeister und Vanille.

Die ganze Frucht-Rum-Tonkabohnenmasse wird dann in die Eismaschine gegeben und je nach Menge hat man nach rund 20-30 Minuten ein leckeres Birnen-Schoko-Nuß-Joghurt-Eis mit Rum und Tonkabohnen. Nächstesmal werde ich allerdings den Anteil der Schoko-Nuß-Masse etwas erhöhen, so war es doch eher ein sehr fruchtiges Eis mit einem Hauch von Nuß und Kakao.

 

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