Feigen-Nektarinen-Zitronen-Eis mit Schokostückchen

Da es für fast Mitte September heute erstaunlich warm in Hamburg ist, dachte ich mir, ich zaubere schnell ein erfrischendes Eis aus Feigen, Nektarinen und Zitronenschale. Die Eisherstellung ging natürlich viel schneller vonstatten als das Schreiben dieses Beitrags und das Bearbeiten der Photos. Die Zutaten sind oben abgebildet:

Milch (3,7% Fett),
3 Feigen,
2 Nektarinen,
ca. 3/4 Schale einer kleinen, unbehandelten Zitrone,
2 Stück Schokolade (ich habe diesmal Vivani Feine Bio Bitter mit 85% Kakao genommen, aber eine mit 70% Kakao aus dem Supermarkt sollte auch reichen),
ein Schuß Rum,
2 gestrichene Eßlöffel Vanillezucker.

Zum Steinfruchtverband der Feige hatte ich hier schon einmal etwas geschrieben. Feigen und Nektarinen in Stücke schneiden und mit dem Vanille-Zucker zur Seite stellen.

Von der Zitrone die Schale irgendwie abschnippeln. Da ich keinen Zestenschneider besitze, habe ich’s mit einem Sparschäler versucht (ein Versuch mit der Muskatreibe setzte zwar einen tollen Geruch frei, aber leider hing die geriebene Zitronenschale in der Reibe fest). Das war zwar nicht sehr optimal, aber es mit Mühe und Not lieferte das ein recht brauchbares Ergebnis. Die Zitronenschalenstücke habe ich dann mit einem großen Messer in wirklich kleine Stücke geschnitten.

Die Zitronenschale in die Feigen-Nektarinenmischung geben und mit Milch zusammen pürieren.

Die Nektarine wurde im Westen erstmals 1616 in England schriftlich erwähnt. Nektarinen sind keine Kreuzungen aus Pfirsich und Pflaume, wie man öfters hört, sondern eine einfache Varietät des Pfirsichs. Durch eine Mutation bildete sich eine glatte Haut. Dies ist ein rezessives Merkmal, so daß Pfirsichbäume gelegentlich Nektarinen tragen können oder aus einem Nektarinenkern ein Pfirsichbaum wachsen kann.
Die Nektarine ist wie Pflaume oder Kirsche eine Steinfrucht aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Mir persönlich sagt die Nektarine mit der glatten Haut mehr zu als der behaarte Pfirsich, zumindest wenn ich die Frucht roh verzehre.

Die Schokolade wird ebenfalls in kleine Stücke geschnitten und zum Milch-Frucht-Püree hinzugegeben. Dazu noch einen (für mich fast schon obligatorischen) Schuß Rum und ab damit in die Eismaschine. Das fertige Feigen-Nektarinen-Zitronen-Eis mit Schokostückchen kann dann z.B. so aussehen.

Durch die Zitronenschale erhält das ganze Eis einen wirklich erfrischenden Geschmack, der aber nicht den Geschmack der Früchte übertönt. Ich muß zugeben, daß mich die Verwendung der Zitronenschale echt begeistert und ich mich frage, warum ich schon sehr, sehr lange keine Zitronenschale mehr verwendet habe.

Insgesamt ein neues Lieblingseis!

 

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