Zwetschenkuchen

Ich habe seit gefühlten zwanzig Jahren keinen Blechobstkuchen gemacht und noch länger keinen Zwetschen-/Pflaumenkuchen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß mir etwas die Übung fehlte und ich zu wenig Zwetschen hatte bzw. beim Auflegen der Zwetschen auf den Teig etwas zu sparsam war und nicht damit gerechnet hatte, daß der eher dünn ausgelegte Hefeteig noch recht ordentlich beim Backen aufging. Egal, geschmeckt hat’s trotzdem.

Wie immer war das ganze ein eher improvisiertes Rezept ohne konkrete Maßangaben. Für den Teig habe ich die Hefe mit Milch, Zucker und noch schnittfester Butter vermischt, dann mit Mehl (Type 550) vermischt, bis ein einigermaßen fester Teig entsteht. Den Teig habe ich gehen gelassen, bis er rund das zwei- bis dreifache Volumen angenommen hatte. Dann habe ich den Teig mit soviel Mehl geknetet, bis ein glatter, formbarer Teigfladen entstand.

Den Teig verteilt man auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Ein einfaches Ausziehen des Teigs mit den Fingern und Handflächen reicht. Die gewaschenen, entkernten Zwetschen gibt man dann auf den Teig. Und ja, man sollte diese wirklich dicht an dicht legen, damit im fertigen Blechkuchen nicht so Riesenlücken klaffen wie bei mir. Vor dem Backen habe ich den Kuchen noch mit einer Zucker-Gewürzmischung bestreut. Da ich von der Zimt-Nelken-Piment-Tonkabohnen-Gewürzmischung für diverse Konfitüren neulich noch so viel übrig hatte, habe ich diese genommen.

Dazu noch einige Butterflocken über den Teig verteilen und ab in den Backofen. Das Ergebnis war ein wunderbar lockerer Hefeteig mit einem lecker fruchtigen Belag, der - wie erwähnt - nur leider etwas zu weiträumig auf dem Teig verteilt war.







23/9/2006 00:49
Ich glaube, da könnte sogar ich nicht widerstehen. Den einzigen Anlaß zum Pöbeln sehe ich in dem hartnäckig verweigerten “g” in der Zwetschge.
Das ganze riesige Blech haben Sie alleine vernichtet?
23/9/2006 20:54
Nein, Herr Demograf, ich habe das ganze Blech nicht vernichtet. Allerdings habe ich den ganzen Kuchen allein gegessen. Allerdings war nicht das ganze Blech damit ausgefüllt (nur fast das ganze) und das habe ich auch über zwei Tage verteilt gegessen.
Hier im Norden sagt man nun einmal Zwetsche (ohne G). Es heißt hier ja auch Rotkohl und nicht Blaukraut wie im Süden.