Dinkel-Zwieback

Nachdem ich mir neulich im Biosupermarkt mal Dinkel-Zwieback gekauft hatte und den im Vergleich zu normalen Weizen-Zwieback sehr lecker fand, dachte ich mir, das kann man doch auch selbst backen. Stimmt, kann man.
Aber ich sollte noch ein wenig mit der Rezeptur experimentieren. Mein erster selbstgebackener Dinkel-Zwieback ist mir dann doch ein klein wenig zu sehr Vollkorn, ein klein wenig zu fetthaltig und das mit den gleichmäßigen Scheiben muß ich auch noch ein wenig üben. Aber das sind insgesamt keine allzu großen Hürden.

Hier das Rezept für den auf den Bildern gezeigten Zwieback:
400g Dinkel-Vollkornmehl
100g Weizenmehl Type 550
250ml Milch
60g Butter
20g Rapsöl
1 Handvoll Sonnenblumenkerne, Kümmel- und Fenchelsamen nach Geschmack (alles zerkleinert)
1/2 Packung frische Hefe
etwas Zucker
eine Messerspitze Salz

Die Zutaten zu einen glatten Teig verkneten, gehen lassen. Den Teig zu einer länglichen Wurst formen.
Eine Kastenbackform mit Backpapier auslegen (alternativ kann man die auch einfetten, mit Backpapier kann man das Einback-Brot aber garantiert problemlos aus der Form entfernen) und die Teigmasse in der Kastenform gleichmäßig verteilen. Den Teig im kurz auf niedrigster Stufe angeheizten Backofen erneut gehen lassen bis der Teig aus der Form quillt. Dann je nach Backofen bei 180-200°C backen. Ich hatte das Brot nach einiger Zeit von der mittleren auf die unterste Stufe verfrachtet, damit es oben nicht zu sehr bräunt. Da man aus dem Einback-Brot Zwieback herstellt, reicht es, wenn das Brot durchgegart ist. Es muß nicht großartig bräunen.
Das Brot kurz abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Gitter weiter abkühlen lassen.

Wenn das Brot erkaltet ist, in (möglichst) gleichmäßig Scheiben schneiden. Das ist mir nicht so ganz gelungen. Es kann aber auch damit zusammenhängen, daß das Brot noch etwas Restwärme in sich hatte.
Die Scheiben im Backofen bei rund 140°C antrocknen lassen. Dann die Temperatur erhöhen und die Scheiben richtig schön bräunen. Auskühlen lassen und fertig ist der knusprige Zwieback.
Das zweifach Backen ist natürlich etwas aufwendig, dafür hat Zwieback den Vorteil, daß er sich sehr lange hält. Und angesichts der Preise für guten Zwieback lohnt es sich, mit dem obigen Rezept zu experimentieren. Ich werde nächstes Mal wohl Dinkel-Auszugsmehl nehmen oder mehr Weizenmehl 550 und weniger Fett.






