Diesmal gibt’s eine leichte Abwandlung des schon erwähnten Waldmeistereises, diesmal mit Schokostückchen an frischen Erdbeeren mit grünem Pfeffer.
Folgende Zutaten habe ich verwendet:
ca. 3/4 Liter Vollmilch
1 Vanilleschote
Schale einer Zitrone
mehrere Zweige angewelkter Waldmeister
Magermilchpulver
ca. 1/4 Tonkabohne
ca. 12g Schokolade (70% Kakaobestandteile)
Chartreuse
Vanillezucker
500g Erdbeeren
frischer, grüner Pfeffer
Die Vollmilch mit dem Waldmeister, der Vanilleschote (ich habe eine genommen, die schon ausgekratzt war und die derweil in Zucker eingelegt war - also im Prinzip Resteverwertung), drei Teelöffeln Vanillezucker, zwei Teelöffeln Magermilchpulver, der Zitronenschale und der Tonkabohne aufkochen und auf rund ein Drittel reduzieren. Auskühlen lassen und dann die festen Bestandteile entfernen. Ein paar Zitronenzesten können ruhig in der Milch verbleiben.
Während die Milch auskühlt, die Erdbeeren und den grünen Pfeffer waschen. Frischen, grünen Pfeffer erhält man am besten in Asia-Supermärkten. Eingelegter, grüner Pfeffer ist leider kein guter Ersatz, da dieser doch etwas langweilig schmeckt und kein Vergleich zu dem leicht zitrusartig-scharfen, frischen Pfeffer ist.
Die Erdbeeren vierteln und mit rund einem Eßlöffel Vanillezucker und dem grünen Pfeffer (Menge nach Geschmack) ziehen lassen.
Die Schokolade mit einem Messer in kleine Stücke hacken und in die ausgekühlte Milch geben, einen Schuß Chartreuse dazugeben und die Masse in die Eismaschine geben. Das fertige Vanille-Schoko-Waldmeistereis mit Erdbeeren kann dann z.B. so aussehen.
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Das heutige Rezept für Ananas-Sorbet ist eigentlich so eine Art Resteverwertung von Früchten, die auch mal weg mussten.
Die Fruchtform der Ananas (Ananas sativus) ist ein Beerenfruchtverband. Die Ananas besitzt dicht stehende Blüten mit unterständigem Fruchtknoten, die parthenokarp, d.h. ohne Befruchtung zur Fruchtbildung übergehen. Das Perikarp wird fleischig (Beere). Weiterhin werden die Tragblätter der einzelnen Blüten und die Infloreszenzachse fleischig, so daß die Ananasfrucht als fleischig gewordener Blütenstand bezeichnet werden kann: Beerenfruchtverband oder Beerenfruktifizenz. An ihrer Spitze wird die Frucht wieder vegetativ (Blattschopf); Stichwort: Prolifikation der Infloreszenz.
Aber zurück zum Eis. Da die Zugabe von nicht erhitzter Ananas zu Milch aufgrund diverser Enzyme der Ananas immer dazu führt, daß das Milcheiweiß ausfällt, habe ich mich für ein Sorbet entschieden. Durch die Zugabe einer Banane wurde das Ergebnis auch so cremig wie ein Milchspeiseeis.
Hier die Zutatenliste:
1 mittelgroße Ananas
1 reife Banane
1 Zitrone (Schale + Saft)
1 Teelöffel Vanillezucker
eine Prise Salz
Rum
geriebene Tonkabohne
Die Ananas kleinschneiden und zusammen mit Zucker, Salz, Zitronenschale, Zitronensaft und der Banane pürieren. Dann einen guten Schuß Rum hinzugeben, etwas Tonkabohne darüberreiben und in die Eismaschine geben. Ganz wichtig: Nicht nur das Rührgerät der Eismaschine einschalten, sondern auch den Kompressor. Letzteres hatte ich erst vergessen und wunderte mich nach einer Viertelstunde nur, daß noch gar keine Vereisung stattfand.
Das Ergebnis ist ein sehr luftiges, cremiges, lecker fruchtiges und aromatisch riechendes Ananas-Sorbet.
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