Archiv für 'gebäck'

Obstblechkuchen (Apfel und Zwetsche)

Diese Blechkuchen habe ich schon vor einiger Zeit gebacken, bin aber erst jetzt dazu gekommen, die Bilder zu sichten und zu bearbeiten. Da ich die Kuchen am späteren Nachmittag gebacken hatte, sind manche Bilder nicht ganz so optimal ausgeleuchtet (mal abgesehen von den Massen, die sich am Computer auf einmal alle als unscharf entpuppten), da ich keine Lust hatte, den Halogenstrahler anzustellen und stattdessen nur eine kleine Halogenleuchte benutzt habe. Mit einem guten Graphikprogramm konnte man aber einiges retten.

Im Gegensatz zum hier schon einmal erwähnten Zwetschenkuchen waren diese Blechkuchen etwas raffinierter und erforderten auch einen etwas größeren Arbeitsaufwand. Schmeckten dafür aber auch besser.

Als Zutaten braucht man:
Obst (z.B. Apfel oder Zwetschen)
Mehl (550 und Weizenvollkorn)
Hefe
Vanillezucker
Milch
Mandelstifte
Zitrone (unbehandelt, Schale und Saft werden verwendet)
Gewürzmischung (Zimt, Nelken, Piment, Kardamom)
Amaretto
Marzipan
Korinthen
Butter

Für den Hefeteig habe ich einen Würfel Hefe mit Milch und Vanillezucker angerührt, Mehl (550 und etwas Weizenvollkornmehl) und etwas Butterflocken dazugegeben und den (zähflüssigen) Teig gehen lassen.
Danach vermischt man den Teig mit soviel Mehl, daß man eine gut formbare Masse erhält. In diese Masse habe ich für den Zwetschenkuchen noch abgeriebene Zitronenschale gegeben.

Den Teig dann mit einem Nudelholz ausrollen (ein schweres Marmornudelholz ist da aus eigener Erfahrung empfehlenswert) und auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit das Kohlendioxid beim Backen besser entweichen kann. Das Marzipan so dünn wie möglich zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen. Wenn man das Marzipan zu dünn ausrollt, lässt es sich leider schlecht vom Backpapier lösen. Unter Umständen geht das Ausrollen besser, wenn man Marzipan und Nudelholz vorher im Kühlschrank gut durchkühlen lässt.

Das ausgerollte Marzipan auf den Teig geben. Die Zwetschen waschen, zur Hälfte einschneiden, entkernen und im Zitronensaft aufbewahren.

Die Zwetschen auf dem Teig verteilen, Mandelstifte hinzugeben, die Gewürze mit Amaretto und etwas Zucker vermischen und auf den Zwetschen verteilen. Danach noch ein paar Butterflocken auf dem Kuchen verteilen und ab in den Backofen.

Das Ergebnis kann dann z.B. so aussehen:

oder so:

Den Apfelblechkuchen habe ich so ähnlich gebacken. Mit einigen Einschränkungen und Änderungen. Das vorhandene Marzipan reichte nur für den halben Kuchen und die Zugabe der Zitronenschale zum Teig hatte ich etwas verpennt und dachte erst daran, als der Teig schon ausgerollt auf dem Blech lag. Aber es schmeckt auch gut, wenn man die Zitronenschale auf dem ausgerollten Teig bzw. auf dem Marzipan verteilt.

Zusätzlich habe ich noch in Amaretto eingweichte Korinthen auf dem Teig verteilt und erst dann die Apfelschnitze auf den Teig gegeben. Verteilt man die Korinthen erst danach auf den Äpfeln, gehen die Korinthen oft unschön beim Backen auf, werden kugelrund oder verbrennen auch leicht einmal.

Dazu dann wie oben beschrieben die Gewürze, die Mandelstifte und die Butterflocken.

Nach dem Backen kann der Blechkuchen dann so

oder auch so aussehen.

Zur Sammelbalgfrucht bzw. Apfelfrucht des Apfels (Malus spec.) hatte ich schon einmal etwas geschrieben.

Da bei google gern nach querschnitt apfel gesucht wird, habe ich einen Apfel durchgeschnitten und photographiert. Und siehe da, man erkennt einige Gemeinsamkeiten mit der schematischen Zeichnung (vor allem Samenanlage (SA) und die Leitbündel (Lbü)).

Zwetschenkuchen

Ich habe seit gefühlten zwanzig Jahren keinen Blechobstkuchen gemacht und noch länger keinen Zwetschen-/Pflaumenkuchen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß mir etwas die Übung fehlte und ich zu wenig Zwetschen hatte bzw. beim Auflegen der Zwetschen auf den Teig etwas zu sparsam war und nicht damit gerechnet hatte, daß der eher dünn ausgelegte Hefeteig noch recht ordentlich beim Backen aufging. Egal, geschmeckt hat’s trotzdem.

Wie immer war das ganze ein eher improvisiertes Rezept ohne konkrete Maßangaben. Für den Teig habe ich die Hefe mit Milch, Zucker und noch schnittfester Butter vermischt, dann mit Mehl (Type 550) vermischt, bis ein einigermaßen fester Teig entsteht. Den Teig habe ich gehen gelassen, bis er rund das zwei- bis dreifache Volumen angenommen hatte. Dann habe ich den Teig mit soviel Mehl geknetet, bis ein glatter, formbarer Teigfladen entstand.

Den Teig verteilt man auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Ein einfaches Ausziehen des Teigs mit den Fingern und Handflächen reicht. Die gewaschenen, entkernten Zwetschen gibt man dann auf den Teig. Und ja, man sollte diese wirklich dicht an dicht legen, damit im fertigen Blechkuchen nicht so Riesenlücken klaffen wie bei mir. Vor dem Backen habe ich den Kuchen noch mit einer Zucker-Gewürzmischung bestreut. Da ich von der Zimt-Nelken-Piment-Tonkabohnen-Gewürzmischung für diverse Konfitüren neulich noch so viel übrig hatte, habe ich diese genommen.

Dazu noch einige Butterflocken über den Teig verteilen und ab in den Backofen. Das Ergebnis war ein wunderbar lockerer Hefeteig mit einem lecker fruchtigen Belag, der - wie erwähnt - nur leider etwas zu weiträumig auf dem Teig verteilt war.


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