Feigen-Cantaloupe-Melonen-Konfitüre

Dem einen oder anderen Besucher wird sicher schon aufgefallen sein, daß ich dieses Blog neben dem Veröffentlichen von Rezepten, Warenkunde u.ä. auch als Medium nutze, um einfach Unmengen von Photos ins Netz zu stellen. Zum einem finde ich es schade, daß viele Kochblogs das Medium Blog und Internet kaum zur umfassenden Bebilderung nutzen oder die veröffentlichten Bilder viel zu klein sind und/oder die Lebensmittel wenig optimal aussehen lassen, zum anderen muß ich die über 6GB Speicherplatz, die mir mein Provider anbietet, doch mal vollbekommen. Deshalb gibt’s heute einige Photos mit Feigen und Cantaloupe-Melonen.

Die Feige ist eine etwas merkwürdige Frucht (genau genommen handelt es sich um einen Steinfruchtverband), wenn man sie sich näher anschaut und ein wenig mehr über die Befruchtung weiß.

Vor dem Verzehr oder der weiteren Verwendung sollte man jede Feige aufschneiden und genau betrachten, da man leider von außen u.U. nicht sieht, ob die Feige schon von Schimmelpilzen befallen ist. Von den zehn Feigen, die ich gekauft hatte, war das leider bei einer Feige der Fall, so daß nur noch neun übrig blieben, die rund 500g auf die Waage brachten.

Schimmel ist vor allem bei getrockneten Feigen ein Risiko, da man hier optisch weniger deutlich einen Unterschied zwischen dem getrockneten Feigengewebe und den Schimmelpilzen sieht.

Melonen gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) wie z.B. auch die Gurke, Zucchini oder der Kürbis. Die Fruchtform ist wie bei der Tomate, der Paprika oder der Banane eine Beere.

Während Gurken und Zucchini als Gemüse verkauft werden, sind Melonen als Obst bekannt. Obwohl beides Früchte sind (z.B. im Gegensatz zu Sproßknollen wie die Kartoffel oder Blättern wie Pok-Choi, Rauke oder Rapunzel) und sowohl roh als auch erhitzt verzehrt werden können.

Die Trennung zwischen und Obst und Gemüse ist also recht willkürlich. Dies wird z.B. besonders an Kirschtomaten, die erheblich süßer als normale Tomaten schmecken, deutlich.
Heute ist es ein Sammelbegriff der für den Menschen genießbaren Früchte und Samen von meistens mehrjährigen Bäumen und Sträuchern, die zum größten Teil roh gegessen werden können (Frischobst).
Die Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse ist unscharf. In der Regel stammt Obst von mehrjährigen, Gemüse von einjährigen Pflanzen und der Zuckergehalt beim Obst ist meistens höher. Botanisch gesehen entsteht Obst aus der befruchteten Blüte. Gemüse entsteht aus anderen Pflanzenteilen. Paprika, Tomaten, Zucchini, Kürbisse und Gurken sind zwar Früchte, werden aber gemeinhin wegen der fehlenden Süße bzw. Säure nicht als Obst, sondern als Fruchtgemüse bezeichnet. Rhabarber hingegen ist ein Pflanzenstengel, wird aber auch als Obst verwendet.

Die Cantaloupe-Melone ist angeblich auch als Warzenmelone bekannt. Aber mit dem Namen wäre sie wohl nicht wirklich so erfolgreich. Das ist so ähnlich wie Wanzendill, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Stinkdill, Wandläusekraut, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel. Den würde sicher auch kaum einer in seine Mahlzeit haben wollen. Mit Koriander sieht es da schon ganz anders aus.

Aber zurück zur Feigen-Cantaloupe-Melonen-Konfitüre…
Hier das Rezept:
9-10 Feigen
1 Cantaloupe-Melone (insgesamt sollte sich 1kg Fruchtmasse ergeben)
1 Vanilleschote (feingemahlen)
350g Vanillezucker
1 Packung Einmachhilfe 3:1
Gewürzmischung aus Zimt, Nelken, Piment und Tonkabohnen
ein Schuß Rum
Die Zubereitung erfolgt analog der für die Holunderbeeren-Zwetschen-Apfel-Konfitüre und Aromazwetschen-Konfitüre beschriebene Vorgehensweise.
Die Gläser, in die die Konfitüre gefüllt werden soll, mit kochendem Wasser aufgießen. Die Deckel ebenfalls mit kochendem Wasser aufgießen.
Einige Eßlöffel Zucker mit der Einmachhilfe verrühren und unter die Feigen-Melonenmasse rühren. Diese in einem hohen Topf unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Masse kocht, den mit der Gewürzmischung und der zerkleinerten Vanilleschote verrührten Zucker hinzufügen, und ständig weiter rühren. Nachdem die Masse erneut aufgekocht ist, drei Minuten weiterrühren und sprudelnd kochen lassen, nebenbei die mit kochendem Wasser aufgegossenen Gläser leeren. Kurz vor dem Abfüllen in Gläser einen guten Schuß Rum hinzufügen. Dann die Fruchtmasse bis zum Rand in die Gläser füllen, diese verschliessen, sofort umdrehen und auf den Deckeln stehend etwas auskühlen lassen.
Die fertige Feigen-Cantaloupe-Melonen-Konfitüre sieht dann so aus:

Als Fruchtaufstrich auf frischem, selbstgebackenem Mehrkorn-Fladenbrot sieht das dann z.B. so aus:

oder auch so, je nach Blickwinkel:







