
An anderer Stelle erwähnte ich neulich ein selbstgemachtes Vanille-Kokos-Tonkabohnen-Eis, was aber als Photo auf einem weißen Teller drapiert nicht wirklich halb so interessant wie ein Erdbeereis aussieht, weshalb ich an dieser Stelle bisher auch auf eine Erwähnung verzichtete. Deshalb gibt es heute ein einfaches, aber sehr gutes Erdbeereis.
Die Mengenangaben sind alle geschätzt, ich messe nicht wirklich meine Zutaten ab, und sollten ggf. an die vorhandene Eismaschine angepasst werden.
Man kauft ein Kilo Erdbeeren, isst schon mal einige davon, um sich in Stimmung zu bringen. Ein paar Erdbeeren schneidet man in kleine Stücke, ein paar behält man ganz als Deko zurück. Den Rest läßt man kurz in einigen Teelöffeln Vanillezucker stehen, bis die Erdbeeren Wasser ziehen. Dann püriert man die Erdbeeren mit Milch, so daß man ungefähr 400 ml erhält, gibt eine Prise Salz dazu und rund 100 ml Sahne, um für ein wenig mehr Fülle zu sorgen. Wahlweise könnte man sicher auch eine reife Banane als Ersatz für die Sahne mitpürieren, dann sollte man vielleicht etwas weniger Vanillezucker nehmen.
Nachdem man noch einen Hauch Tonkabohnen darüber gerieben und die vorher zerkleinerten Erdbeeren dazugegeben hat, füllt man die Masse in die Eismaschine, gießt etwas Rum dazu und nach rund 20-30 Minuten hat man obiges Erdbeereis. Das schmeckt so lecker, daß man am besten gleich alles selbst verzehrt.
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Die Schnauze voll von dummen Sprüchen auf Parties über den tollen Job in der Agentur, keine Lust mehr hohles Marketinggefasel zu hören, endlich mal was substanzielles sagen, um der Star jeder Party zu werden? Dann jetzt das Gelesene gut merken, auswendig lernen und bei passender Gelegenheit rezitieren. Aber bitte nicht nur einfach runterleiern, sondern wohl betont, semantisch einwandfrei und überzeugend: Die Banane ist botanisch betrachtet eine Beere!

Músa spec. (Banane, Musaceae): (I) Trimere, coene-synkarpe Frucht, in (II) teilweise geschält. (III) Querschnitt. (IV) Schematischer Querschnitt, grau hinterlegter Bereich entspricht einem Karpell (TROLL 1975). Das Perikarp differenziert sich in ein fibröses Exokarp und ein weiches Endokarp. Das Endokarp wuchert ins Innere und füllt die Lokulamente aus. Die Septen werden sekundär durch Mazeration aufgelöst. Die Fruchtentwicklung ist parthenokarp (durch Züchtung bzw. induziert durch Hormone), die Samen werden nicht weiter entwickelt und sind nur als kleine schwarze Samenrudimente (SA Ru) zu erkennen. Eine solche Leerfrüchtigkeit wird als Kenokarpie bezeichnet.
[Quelle: uni-vechta.de]
Auch Tomate, Gurke, Aubergine und Paprika sind Beeren. Während die Frucht der Vanille eine Kapselfrucht ist. Der Apfel wiederum ist eine Sonderform der Sammelbalgfrucht und wird auch gerne als Apfelfrucht bezeichnet.
Wem das jetzt zu botanisch erscheint, der kann es mit allgemeiner Biologie versuchen, um mal für 15 Minuten im Rampenlicht zu stehen:
Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese.
Diese sogenannte Biogenetische Grundregel von Ernst Haeckel ist kurz, knapp, sexy, enthält erstaunlich viele Fremdworte und lässt sich einfach merken und immer mal wieder gewinnbringend bei vielen Gelegenheiten anbringen. Zum Beispiel, wenn man gerade nicht einschlafen kann, weil man zu spät zuviel Tee getrunken hat und dann in den Weiten des Internets herumirrt und mal was anspruchsvolles in sein Blog schreiben möchte.
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